Kaiserin Augusta


Die Kaiserin-Augusta-Anlagen wurden beauftragt durch die spätere Deutsche Kaiserin
Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach, der Gattin von Wilhelm I., der nachgesagt wird,
sie habe Koblenz und das Rheinland für Preußen erobert. Augusta hatte in Koblenz die
Gelegenheit, ein Hofleben zu gestalten, wie sie es aus ihrer Kindheit am Weimarer Hof
gewöhnt war. Sie ließ von 1856 bis 1861 das links-rheinische Rheinufer von den beiden
bedeutendsten preußischen Gartenbaukünstlern Peter-Joseph Lenné und
Hermann Fürst von Pückler-Muskau planen.

Die Umsetzung erfolgte unter der Leitung des Garten-inspektors Peter Weihl.
Die gesamte Promenade erstreckt sich vom Ende des Konrad-Adenauer-Ufers (Stresemannstraße)
bis zum Koblenzer Stadtteil Oberwerth (Mozartstraße) auf einer Länge von 3,5 km.
Später vermachte Kaiserin Augusta der Stadt in ihrem Testament eine erhebliche Summe
zur Erhaltung und Pflege der Rheinanlagen. Zahlreiche Kunstdenkmäler und Plastiken
säumten den Weg, von denen aber die meisten im 2. Weltkrieg zerstört wurden.

Auch von der ursprünglich prunkvollen Ausstattung der Gärten existiert nur noch wenig.
Ihr Zweck war neben den ästhetischen Gesichtspunkten auch die Bildung, die von
Portraitbüsten, der Bibliothek in der Trinkhalle und dem Observatorium, in dem wissenschaftliche
Geräte ausgestellet wurden, vermittelt. Zusätzlich stehen die unterschiedlichen
Gestaltungen der sechs Plätze für die Attribute des emanzipazierten Bürgertums, zu dem
sich Augusta verbunden fühlte.

In der Nähe der Rheinbrücke steht das Denkmal für Joseph Görres, einen der bedeutendsten
Söhne der Stadt. Ebenfalls zu sehen ist die Skulptur "Vater Rhein und Mutter Mosel", der
Luisentempel „Oktogon“ und das Kaiserin-Augusta-Denkmal.



Kaiserin Augusta Denkmal in den Koblenzer Rheinanlagen