Das Fest in den Rheinanlagen Koblenz
In diesem Jahr findet am 06.06.2010 zum 5. Mal das Augusta-Fest in den Koblenzer Rheinanlagen statt.
Auf der Veranstaltungsmeile zwischen Moltkestraße und Mozartbrücke (unter Vorbehalt aufgrund von Bauarbeiten) gibt es Weinproben, Kutschfahrten, Musikbeiträge (klassische Musik, Chöre), Führungen, Gastronomieangebote, Angebote für Kinder, Informationsstände und vieles mehr.
Bei dem Augusta-Fest handelt es sich um einen Beitrag der Stadt Koblenz zu dem World Heritage Day, der seit 2005 alljährlich am ersten Sonntag im Juni begangen wird.
Das Augusta-Fest wird zu Ehren Kaiserin Augustas, der Begründerin der Koblenzer Rheinanlagen, ins Leben gerufen.
Eine besondere Auszeichnung für die bisherige Organisation des UNESCO-Welterbetages erhält das Fest durch „UNESCO-Welterbestätten Deutschland e.V.“
Im Jahre 2011 und gleichzeitig zum 200. Geburtstag von Kaiserin Augusta wird Koblenz der zentrale, bundesweite Austragungsort für den „World Heritage Day“, an dem sich dann Vertreter aller Welterbestätten Deutschlands in Koblenz zusammenfinden werden.
Kaiserin Augusta
Die Kaiserin-Augusta-Anlagen wurden beauftragt durch die spätere Deutsche Kaiserin
Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach, der Gattin von Wilhelm I., der nachgesagt wird,
sie habe Koblenz und das Rheinland für Preußen erobert. Augusta hatte in Koblenz die
Gelegenheit, ein Hofleben zu gestalten, wie sie es aus ihrer Kindheit am Weimarer Hof
gewöhnt war. Sie ließ von 1856 bis 1861 das links-rheinische Rheinufer von den beiden
bedeutendsten preußischen Gartenbaukünstlern Peter-Joseph Lenné und
Hermann Fürst von Pückler-Muskau planen.
Die Umsetzung erfolgte unter der Leitung des Garten-inspektors Peter Weihl.
Die gesamte Promenade erstreckt sich vom Ende des Konrad-Adenauer-Ufers (Stresemannstraße)
bis zum Koblenzer Stadtteil Oberwerth (Mozartstraße) auf einer Länge von 3,5 km.
Später vermachte Kaiserin Augusta der Stadt in ihrem Testament eine erhebliche Summe
zur Erhaltung und Pflege der Rheinanlagen. Zahlreiche Kunstdenkmäler und Plastiken
säumten den Weg, von denen aber die meisten im 2. Weltkrieg zerstört wurden.
Auch von der ursprünglich prunkvollen Ausstattung der Gärten existiert nur noch wenig.
Ihr Zweck war neben den ästhetischen Gesichtspunkten auch die Bildung, die von
Portraitbüsten, der Bibliothek in der Trinkhalle und dem Observatorium, in dem wissenschaftliche
Geräte ausgestellet wurden, vermittelt. Zusätzlich stehen die unterschiedlichen
Gestaltungen der sechs Plätze für die Attribute des emanzipazierten Bürgertums, zu dem
sich Augusta verbunden fühlte.
In der Nähe der Rheinbrücke steht das Denkmal für Joseph Görres, einen der bedeutendsten
Söhne der Stadt. Ebenfalls zu sehen ist die Skulptur "Vater Rhein und Mutter Mosel", der
Luisentempel „Oktogon“ und das Kaiserin-Augusta-Denkmal.
Eine Veranstaltung der Koblenz-Touristik in Kooperation mit dem Förderverein Rheinanlagen